Montag 19. Januar 2009 von Kimi
Wieder mal hat die Seele in mir alles übernommen. Meinen gesamten Ich-Zustand.
Ich bin nur noch Seele. Ich hab so lange die Liebe aus meinen Gefühl, Gedanken ausgesperrt, dass es weh tut sie zu spüren.
Ich will sie nicht spüren und nicht empfinden.
Weckt sie in mir eine so große Sehnsucht überrollt mich, ein Meer voller Tränen, voller Träume und Sehnsüchte, einem Tsunami gleich, das bin ich, das will ich nicht sein, zu viel Gefühl und zu viel Seele…
Ich muss nun ein wenig über die Liebe schreiben, über das Gefühl, das Fühlen an sich, das sich fallen lassen.
Ich habe zu viele Wörter, ich muss nachdenken und nachdenken und schreiben, sonst erträgt das meine Seele nicht
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Wäre ich ein Maler, so würde jetzt die wildesten Bilder entstehen
wäre ich ein Poet würde die wohl schönste Poesie entstehen, nämlich die, die enstehen wenn man sie mit Gefühl schreibt, man fühlt, man betroffen ist..
wäre ich ein Fotograf, dann würde ich jetzt Tag und Nacht mit meiner Kamera durch die Stadt laufen und fotografieren, mit einem anderen Blick auf alles als noch gestern,
mich ausdrücken, durch wunderbare Bilder, stundenlang, um meinen inneren Durcheinander ein Ventil zu schaffen,
mir jedoch bleibt im Moment nur das Schreiben.
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-15 Grad Celsius bei der Ankunft, verbunden mit einer durchdringenden Feuchtigkeit und Wind, durch und durch geht einem diese Kälte, durchdringt einen.
Lange hält es wohl niemend auf der Straße aus, aber `so what`, ich bin in NYC, dem Big Apple für ein ganzes Wochenende. Keine gestohlenen Minuten diesmal, sondern geschenkte.
Er hatte mich eingeladen und meiner Intuition und unverbesserlichen Spontanität folgend, habe ich angenommen. Gerne angenommen.
Würde doch jeder machen, oder?
Die Tatsache dass man ja immer eine Wahl hat, war in meinem Fall nicht ausschlaggend, denn dem Gefühl folgend, hatte ich in diesem Fall keine. Gefühl über Rationalität heisst im Vollem zu erleben. What ever comes.
Klar kostet das. Ich kenne den Preis dafür ja schon sehr gut, trotzdem ist es mir nun wieder passiert, dass ich in diesem Fall im gleichen Maßstab zu zahlen habe, wie ich das Vergnügen für diese 2 Tage erfahren durfte.
Das Problem liegt ganz allein bei mir selber, denn ich habe das Gefühl, vielleicht die Liebe, so lange aus meinem Leben verbannt, dass es mich wie eine große Welle einholt. Überrollt.
Passion, Licht, Nähe, manchmal wenn 2 Menschen sich begegnen, kann es passieren, dass diese Welle Dich überrollt, so ungewollt und unmittelbar…mitgerissen, in der Welle gefangen halten, die Luft rauben, bis sie Dich hoffentlich irgendwann wiederr ausspuckt, irgendwann.
Dieses Gefühl ist ein Zeichen dafür dass genau dieses Gefühl,die Leidenschaft in unserem Leben fehlt, die Intensität des Fühlens fehlt und gibt uns ein Zeichen, dies zu ändern… lässt uns wieder spüren, macht uns weich und verletzlich.
Es liegt an uns dies zuzulassen. Ich will nicht glauben, was mit mir passiert…
Vielleicht bin ich ja nur in das Gefühl verliebt, das ich gerade wiederentdeckt habe, vorallem aber weiss ich eines, entdecke ich eines: ich habe so viel Angst.
Ich habe mich so lange geweigert zu fühlen und Nähe zuzulassen, dass ich auf den nächsten Menschen der mir das Gefühl vermittelt, einfach so fliege, weil er mir eine andere Art von Aufmerksamkeit gegeben hat und vorallem meine Nähe so derartig zugelassen hat. Verrückt.
Genau das Gegenteil von dem was ich wollte, ist passiert.
Ich werde sehr wahrscheinlich nie wieder von ihm hören, aber da man ja keine Menschen besitzten kann, habe ich ihn ja auch nicht verloren, sondern nur an schönen Augenblicken dazugewonnen
Mein Gott, lerne ich eigentlich nie dazu? Ich war mir so sicher, dass ich diese Spur verlassen hätte, aber das Schicksal scheint mich auszusuchen, genau diese Erfahrungen immer und immer wieder zu machen, diese zwar unsagbar schönen, super intensiven Kurzgeschichten, Epidsoden, die auch ein Leben ausmachen können.
Wieso passieren mir diese Art von Encounters immer wieder, hmmmm? Ich ziehe sie an mit magnetischer Kraft und sie landen ganz sicher bei mir. Mittendrin. Ich kenne viele Menschen, denen nie sowas in der Art passiert.
Nie. Ich ziehe sie an. Ich könnte in einer Menge von Menschen stehen, dicht, Körper an Körper in einem Kreis, dieser Meteroit würde trotzdem genau mich treffen.
Bin ich nicht als Escort unterwegs bin ich verletztlich!!!Das escorten schützt mich. Hat es doch klare Regeln. Man verbringt wunderbare Stunden mit jemanden, aber die Regeln waren vorher durch einen unausgesprochenen Tauschhandel ausgemacht. Für beide sicher.
Ich bin nie verletztlich als Escort, kann die Nähe die ich gebe und empfange intuitiv genau richten leiten, bis zu einem gewissen Punkt zulassen, wo es gut für beide ist. Intensiv auch.
Aber anderst.
Als “NUR-ICH- in Persona” klappt das anscheinend nicht.
Ich war aufgrund einer gemeinsamen Idee, Verwirklichung von einem Projekt gekommen. Im Netz kennengelernt, gefielen mir seine Arbeiten, seine Ideen, seine Vielfältigkeit, seine ungeheure Kreativität, seine Sensibilität.
Ein Künstler halt. Ein Freigeist so wie ich. Ein Künstler. Viel mehr als er weiss.
Es ist vielleicht noch nicht seine Zeit zu wissen, ich hoffe nur er findet es noch raus. Eigentlich hätte ich da schon die Gefahr erkennen müssen, in die ich mich begebe. Aber ich liebe nunmal den Reiz, das Feuer, die Gefahr, bin ich fälschlicherweise immer überzeugt alles handeln zu können.
- Idiota-!!
Ein sehr interessanter Mann. Ständig unterwegs, aktiv, vielfältig, erfolgreich, talentiert.
Spricht mehr Sprachen wie ich. Hmmmmmmmm. Ein Alleskönner. Macher, Mover, Player??? Nein, das glaub ich nicht. Player nicht. Aber genau die Männer mit so viel Phantasie und Herz und Tiefe sind es, die mich so ansprechen können.
Sender trifft Empfänger, genau.
Interessant für mich, denn ich fühlte dass genau hinter all diesen gegenwärtigen Eigenschaften, ein so sinnlicher, sensibler Mann steckt.
Ein Geniesser, Lustmensch. Manche Menschen haben einfach alles. Er ist einer davon. Diesem absoluten Reiz den ich empfunden habe, diesem busy Man, mit all seinen aktiven Attributen, genau diese, seine Sensiblität herauszulocken, sie sichtbar zu machen, konnte ich nicht widerstehen.
Was dabei herauskam, wenn man in so kurzer Zeit alle vernünftigen Barrieren fallen lässt, war eine unglaubliche unbeschreibliche Nähe, so als ob ich ihn schon immer kennen würde. So intensiv dass es mit Schallgeschwindigkeit meine Seele getroffen hat.
Eine Zeit so kurz und doch so wunderschön, ohne Pausen, ohne Halt von einem Erlebnis in das andere, ohne Schlaf ohne Müdigkeit, aber mit viel Nähe, die immer dabei war. Auch ohne Zukunft ohne Versprechen, ohne Bitten und Forderungen. Eigentlich doch ideal, nicht?
Wie kann er dann so einfach wieder weitergehen?
Ich will stark sein und nicht verletzlich und genau das Gegenteil ist passiert. Ich habe ihn kennengelernt, gespürt im Übermass und nun ist er wieder weg, genau wie ich auch.
Emotionalität, Gefühle, lass ich sie zu, die Gefahr ist groß verletzt zu werden. Deshalb habe ich sie schon lange von mir abgeschnitten. Funktioniert auch solange man diese Art von Encounter nicht hat. Aber wenn sie kommen, dann reissen sie alles nieder, was man sich mühseligst an Barrieren aufgebaut hat.
Wie gut, dass wir so viele Meilen von einander getrennt sind, ich nicht einfach hinrennen kann, ihn nicht halten kann, ihn nicht so einfach lieben kann.
Unmögliche Beziehungen suche ich mir immer aus. Weil sie keine Gefahr für mich darstellen, hoffe ich.
Wie gut, dass ich nicht versucht habe, ihn wiederzusehen, irgendwie, durch irgendwelche Bemerkungen, nein, man muss immer seinen Stolz bewahren, hoch erhobenen Kopfes davongehen, auch wenn einem innen das Herz schmerzt..
Auch wenn ich ihn wieder verloren habe, so habe ich zwei wunderbare Tage in meinem Leben dazugewonnen. Wer kann dass schon von sich sagen.
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Warum nur macht es mich aber traurig?
Verrückt, Ist was schön, will man es gleich wiederhaben, anstatt zu sagen, Danke, dass es ich es erleben durfte.
Diese Nähe die immer dabei war. Unsichtbar begleitet hat sie uns, umhüllt wir beiden von einem dicken Mantel der Nähe, der uns fest umschlungen hielt, isolierend, nichts konnte mehr entweichen.
Die Intensität, das Gefühl, “es ist gut”, die Nähe und die geballte Lust auf den anderen hatte sich dann auch wenn wir alleine in diesem wunderbaren voll verglastem Hotelzimmer hoch über der Stadt, wie eine Explosion entfaltet.
Beide, so hungrig irgendwie danach noch dem was dahinter ist, beide zu gleichen Teilen ausgestattet mit der Fähigkeit sich so hinzugeben. Gott, wie konnte er zulassen, Nähe zulassen, über Grenzen gehen.
Und, wie konnte ich ihn nur so zulassen.
Viele Türen öffneten sich. Eine nach der anderen. Ich dachte doch die Schlüssel zu diesem Türen eben total sicher und tief genug, spätestens vor 2 Jahren aum Cruz de Fero in Sanpien auf dem Weg nach Santiago de Compostela hinter mir gelassen zu haben, vergraben zu haben.
Nichts mehr zulassen. Mich schützen. Auf Nummer sicher gehen. Mich nicht, nie mehr 100%ig einzulassen. Und dann – wird all diese Sicherheit, all diese Barrikaden einfach so, in 2 Tagen einfach wieder mal niedergerissen.
Wieder mal. Ein Italiener. Ähnlich für mich im Gefühl wie damals in Venedig, aehnlich, Venedig war noch zwar noch prägender, weil damals wirklich etwas passiert ist, mit beiden, anderst noch aber heute, hier und jetzt, denke ich ähnlich… Ähnlich…
Wie damals, ein Mann der die gleiche Fähigkeit wie ich zu Tiefe und Hingabe besitzt. Mich berührt hat.
Mich, die starke Löwin, nach außen, mit dem doch so verletzlichen Seelchen. Selber schuld.
Hätte ich doch, wäre ich nur…..Aber in dem Moment wo am anfängt mit der Hingabe, mit dem sich fallen lassen, kann man den Fall ins Fühlen nicht mehr stoppen.
Und ich bin nunmal nur Gefühl.
Am besten doch immer schön den Deckel drauf lassen und fest verschließen!
Wenn die Sinne, die Sinnlichkeit die Kontrolle übernehmen, egal wo man ist.
Und egal wo wir waren, ob im Moma, beim shoppfen, beim Musikhören, geniessen, in der Eiseskälte auf den Straßen, den Restaurants oder gearbeitet haben, diese Intensität der Nähe und Tiefe war unser ständiger Begleiter.
Sex, einfach so, weil man Lust hat ist wunderbar, relaxend, befreiend, wird aber nie die Intensität erreichen, wie wenn Gefühle dabei sind.
Leidenschaft, Tiefe und Schmerz und auch Leiden, die ich empfinde, jetzt, Schmerz, weil jeder Orgasmus doch auch immer ein kleines Sterben, ist.
Ich bin demnach also oft gestorben. Körperliche Nähe to it´s max.
Einer der mich GAR NICHT kannte in Persona aber sofort meine Hingabe entlockt, entdeckt hat. Sich hingeben dürfen, einfach nur sein dürfen, Frau sein dürfen.
Einer der die Musik meines Herzens, MEINER Seele auf seinem I-Pod trägt. Ich kannte bisher niemanden der so GENAU die Musik meines Herzen auf seinem I-Pod kannte.
Hexerei, Brujeria, Schicksal, aber unsere Seelen haben sich getroffen. Schon vorher Signale gesendet und empfangen, hin- und her, durchs Universum und die Signale sind genau von uns beiden verstanden, aufgenommen worden. Ich bin überzeugt davon.
Trotzdem, ist er wieder in seiner, ich in meiner Welt. So verschiedene Welten. So verschiedene Leben und doch so viele Ähnlichkeiten, unglaubliche Ähnlichkeiten, die Seelen haben das vorher alleine ausgemacht, wir hatten da gar nichts zu sagen.
Trotzdem, bestimmen wir nicht mehr selber unsere Leben, wir werden bestimmt. Beruf, Termine, Pläne, Arbeitgeber, Freunde, Familie… da bleibt keine Chance.
Er hat es nicht verstanden, vielleicht, wer weiß, hat er Angst bekommen.. er ist wieder in seiner Welt und ich habe Angst, dass ich ihn nie wieder sehen werde. Hören werde. Gleichzeitig aber habe ich mehr Angst, dass ich ihn wieder sehen könnte.
Ich habe mir jetzt auferlegt, weder zu schreiben, noch mehr zu simsen, noch sonst was.
Ich wünschte, ich hätte seine Kontaktdaten nicht. Wie kann er nur so leicht mir den Rücken drehen und in seine Welt zurückgehen?
Ich hab doch gesehen, dass er berührt war. Wie kann er nur so leicht und ich so schwer damit umgehen?
Vielleicht habe ich mir ja auch alles nur eingebildet, aber nein, ich habs doch gesehen, gespürt, jedoch ists für dien einen immer leichter, für den andern immer schwerer.
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass diese Art von “FEUER-NÄHE” die wir erlebt haben, nur einen davon verbrennt. Ich weiß es nicht, bin mir nicht sicher, aber ich weiss, man kann das Erlebte, Gespürte, nicht einfach so abwaschen. Es blebit bei beiden, da bin ich mir sicher!!!
Ja, ja ich weiß schon. Einer ist immer der Stärkere. So what!! Ich bin doch auch stark! Intensivität hat eben seinen Preis. Ich kann ohne Intensität nicht leben, obwohl ich weiß, das sie mir auch immer wieder alles nimmt.
Zwei so verschiedene Welten und doch so vieles identisch.
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Melde Dich, wenn Du Dich verlieben willst….
yeahhh, right.
Ich musste doch eh schon ein früher gehen, am letzten Tag, weil ich sonst verbrannt wäre. Ich bin nicht so gut im Abschütteln, es war schwer für mich.
Ich werde erstmal brauchen, Tage brauchen, um die Schwere des Mantels der Nähe und der Liebe, des Gefühls, wiederr abzuschütteln.
Ich lerne mich selber sehr doch sehr intensiv kennen. Bin jedoch immer wieder an diesem einem, gewissen Punkt. Wo bleibt die Weiterentwicklung denn?
Mit nichts zufrieden was eine normale Beziehung ausmacht, bietet, zahle ich jetzt wieder mal den Preis, für einige Stunden des geschenkten Glücks. And?
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Man hat immer die Wahl!
Was wähle ich jetzt? Es nicht an mich heranzulassen? Zu spät dafür.
Ich muss nachdenken. Meine Gefühle einfangen.
Ich entscheide mich. Ich wähle die Dankbarkeit, schiebe jetzt die dunklen Gedanken weg, sende ihm meine Liebe und absolute Dankbarkeit mich selber erfahren zu dürfen, in meine Gefühlswelt abgetaucht, durch ihn. Ich sende ihm wunderschöne Erinnerungen, an viel viel Nähe, Leidenschaft.
Sende ihm Glücklichkeit und frohe Gedanken, sage danke für alles, danke für seine Selbstverständlichkeit, absolute Großzügigkeit, seine Geduld, Nähe und Hingabe, die ich erleben durfte, so intensiv, wie wir beiden nun mal sind.
Ich werde ihm mit der Macht meiner Gedanken, jedes Mal wenn ich an ihn denke, kurz inne halten und ihm alles Glück dieser Welt wünschen. Diesem wunderbaren Menschen, der mich aufgebrochen hat, so einfach, was nur ein Mensch mit ganz viel Gefühl schafft, seiner Zärtlichkeit.
Vorallem aber sende ich ihm eines: ganz viel Liebe.
-Kimi-
(geschrieben in einem absoluten totalen Zustand der Übermüdung am Flughafen in Jersey)